Aktuelle Meldungen

Hier berichten wir fortlaufend über einzelne Schritte zu unserem geplanten Zusammenschluss mit der Raiffeisenbank Krumbach/Schwaben eG. Sollten Sie darüber hinaus Fragen haben, nutzen Sie bitte die Kontaktdaten auf dieser Seite und teilen Sie uns Ihr Anliegen mit.  

September 2017: Fusion erfolgreich beendet

Am letzten Wochenende hat die Raiffeisenbank Schwaben Mitte eG ihre „Technische Fusion" vollzogen. Diese Maßnahme war der letzte Schritt zur Vereinigung der Raiffeisenbank Iller-Roth-Günz eG und der Raiffeisenbank Krumbach/Schwaben eG.

Von den ersten Gesprächen Mitte letzten Jahres, über die Juristische Fusion am 1. September 2017 diesen Jahres bis zur Technischen Zusammenführung am Wochenende sind nun rund 15 Monate vergangen, informierte der Vorstandsvorsitzende Helmut Graf und gab seiner Freude über die problemlose Durchführung und den erfolgreichen Abschluss der Fusion Ausdruck. Die Datenbestände beider Häuser wurden zusammengeführt. Das bedeutet, dass am vergangenen Samstag von den rund 23.000 Kunden der Krumbacher Raiffeisenbank ca. 130.000 Konten in den Bestand des „Althauses Iller-Roth-Günz" integriert wurden. Die High-Tech-Computer der Rechenzentrale haben rund 8 Stunden für diesen Datentransfer benötigt. Die Raiffeisenbank Schwaben Mitte eG betreut nun über 52.000 Kunden, davon sind ungefähr 6.000 Firmen- und Gewerbekunden. Auch die technischen Geräte, wie alle 38 Geldautomaten und die 40 Kontoauszugsdrucker haben eine neue Konfiguration bekommen. Daneben erhielten rund 300 Mitarbeiter-Computer neue Einstellungen. Eine gewaltige Aufgabe, die ein halbes Dutzend Mitarbeiter aus der Abteilung "IT" in Kooperation mit der Rechenzentrale von Freitag bis Sonntag erfolgreich umgesetzt haben. Der Geschäftsbetrieb ist am Montag reibungslos angelaufen.

Von der technischen Fusion haben die Kunden der Bank sehr wenig gemerkt. Lediglich für Kunden der Raiffeisenbank Krumbach haben sich Kontonummern (IBAN) und die Bankleitzahl geändert. Die Änderung von Kontonummern wurde notwendig, da im Hause der Raiffeisenbank teilweise gleiche Nummern an die Kunden vergeben wurden. Aus Sicherheitsgründen werden in den nächsten Monaten Kontrollprogramme im Einsatz sein, die gewährleisten, dass Überweisungen oder Lastschriften mit einer alten Kontonummer bzw. alten Bankleitzahl korrekt durchgeführt werden. Das EDV-Programm prüft den gesamten Zahlungsverkehr und ändert „alte" Daten in „Neue" um. Diese Programme haben sich vielfach bereits aus vielen vorangegangenen Fusionen bewährt. Das gibt der Bank und auch den Kunden eine höchstmögliche Sicherheit, dass keine Falschbuchungen entstehen. "Uns ist bewusst, dass die Änderung der IBAN unseren Kunden keine Freude bereitet und auch einen gewissen Aufwand darstellt. Dafür bitten wir um Verständnis. Unsere Servicekräfte und Berater unterstützen jedoch sehr gerne wo sie können. Alle Kunden, die Fragen oder Probleme haben, dürfen und sollen sich vertrauensvoll an ihren bekannten Ansprechpartner wenden", erläutert Vorstandsmitglied Otto Wengenmayer dazu.

Zeitgleich mit der Umstellung der Kontonummern erhalten in den nächsten Wochen alle Kunden der Altbank Krumbach VR-BankCards. Bis dahin behalten die alten Karten ihre volle Funktionalität. Die Kreditkarten wurden noch nicht ausgetauscht. Die ausgegebenen Karten sind weiterhin gültig und sie können nach wie vor für den Einkauf bzw. für Zahlungen benutzt werden. Die Kreditkartenunternehmen sind bereits über die neuen Abbuchungskontonummern der Kunden informiert worden. Deshalb ist für den Austausch keine Eile geboten. Die Raiffeisenbank Schwaben Mitte eG will ihren Kunden die Kontonummernumstellung so einfach wie möglich machen. Deshalb wurden die größten „Abbucher", wie Stadtwerke und Gemeinden bereits über die neuen Kontonummern informiert. Die betroffenen Kunden müssen nichts veranlassen. Im Internet wird die Volksbank Raiffeisenbank künftig über www.rb-schwaben.de erreichbar sein. Über diese Homepage können ab sofort alle Kunden ihren elektronischen Zahlungsverkehr durchführen. Die Raiffeisenbank Schwaben Mitte eG ist jetzt über die E-Mail-Adresse: info@rb-schwaben.de erreichbar. Mit einer Bilanzsumme von über 1,2 Milliarden Euro und rund 250 Mitarbeitern gehört die Raiffeisenbank Schwaben Mitte eG zu den bedeutendsten Kreditgenossenschaften in bayerisch Schwaben. In ihrem Geschäftsgebiet unterhält sie 20 Filialen und 13 SB-Stellen. "Mehr Leistung, mehr Chancen - mit der Fusion wächst nicht nur unser Geschäftsgebiet", erklärt Vorstandsvorsitzender Helmut Graf. „Wir haben auch unsere Zielsetzung eindeutig formuliert und zwar: Individuelle Finanzlösungen für die Menschen in unserer Region zu bieten. Gemeinsam sind wir jetzt noch stärker."

Mai 2017: Die schwäbische Bankenhochzeit ist perfekt

95,8 % und damit deutlich mehr als die erforderlichen 75 % der anwesenden Vertreter stimmten bei der ordentlichen Vertreterversammlung der Raiffeisenbank Iller-Roth-Günz eG im vollbesetzten Bürgerheim in Kirchhaslach für die Fusion mit der rund halb so großen Raiffeisenbank Krumbach/Schwaben eG. Sie ebneten damit den Weg für die Bankenhochzeit, die in den letzten Monaten von beiden Instituten heiß beworben wurde.

Gegen 22.00 Uhr war es vollbracht. 115 der anwesenden 125 Mitgliedervertreter sprachen sich für den Zusammenschluss aus, fünf Vertreter enthielten sich der Stimme. Erleichtert und zufrieden bedankten sich der Vorstandsvorsitzende der Raiffeisenbank Helmut Graf und der Aufsichtsratsvorsitzende Alois Renz für das damit entgegengebrachte Vertrauen. Die Krumbacher Vertreter stimmten bereits fünf Tage früher mit einem eindeutigen Votum und rund 84 % Ja-Stimmen für die Fusion. Dies gilt als Vertrauensbeweis und positives Signal in Richtung "Iller-Roth-Günz". Bereits früh in den Fusionsverhandlungen gaben sich die beteiligten Vorstände Helmut Graf und Franz-Josef Mayer der Iller-Roth-Günz-Bank sowie Otto Wengenmayer und Uwe Köhler von der Krumbacher Genossenschaftsbank ein gemeinsames Ziel, auf das sie hinarbeiteten: Sie wollen mit der neuen Raiffeisenbank "Das starke Herz Schwabens" in der Finanzbranche werden. Diesen Slogan will sich die Raiba auch nach dem Zusammenschluss erhalten. Durch die geografische Lage des künftigen Geschäftsgebietes zwischen Vöhringen im Norden, Erkheim im Süden und Ziemetshausen im Osten, war auch der neue Bankname schnell gefunden: Raffeisenbank Schwaben Mitte eG. Mit rund 250 Mitarbeitern, einem Bilanzvolumen von rund 1,25 Mrd. Euro und über 25.600 Mitgliedern zählt die neue Bank dann zu den größten Genossenschaften in Schwaben. Trotzdem soll sich für die Kunden nichts ändern. Jeder Kunde findet seinen persönlichen Ansprechpartner weiterhin dort, wo er es gewohnt ist. Die beiden Vorstände Graf und Mayer bekräftigten auf der Versammlung, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen geben werde.

Noch einmal haben die Vorstände auf der Vertreterversammlung auf die Vorteile eines Zusammenschlusses hingewiesen. Die Gründe sich einen starken Partner zu suchen, liegen für die Bank in den stetig steigenden Anforderungen der Bankenregulierung durch die EU, die Niedrigzinsphase, der Digitalisierung, aber auch dem demografischen Wandel. Gemeinsam könne die Bank erfolgreicher sein, als bei einem weiteren Alleingang. Mit der Raiffeisenbank Krumbach/Schwaben eG habe man nicht nur einen Partner gefunden, bei dem vieles gut zusammenpasst, sondern der zudem auch wirtschaftlich stark und kerngesund sei.

Die sogenannten Synergieeffekte, also die finanziellen Vorteile der Verschmelzung, liegen überwiegend in den internen Bereichen. So sollen Doppelarbeiten vermieden, Prozesse verschlankt und IT-Investitionen gebündelt werden. Dies führt zu einer Ergebnisverbesserung, da damit mittelfristig jährlich ein hoher sechsstelliger Betrag eingespart werden soll.

Der technische Zusammenschluss der beiden Häuser ist für Mitte September vorgesehen. Wirtschaftlich gilt die Fusion dann rückwirkend zum 1. Januar diesen Jahres.

Kunden und Mitglieder der Raiffeisenbank Iller-Roth-Günz eG dürfen ihre Kontonummer bzw. IBAN und die Bankkarten behalten, da die Bank der größere der beiden Partner und damit "übernehmend" ist. Keine weiteren Veränderungen auf absehbare Zeit seien in der Geschäftsstellenstruktur zu erwarten, so dass mit weiteren Zusammenlegungen oder Schließungen nicht zu rechnen ist. Neuerungen ergeben sich auch keine in der Leitung der Bank. Vorstandsvorsitzender bleibt Helmut Graf auch nach der Fusion. Auch Vorstandsmitglied Franz-Josef Mayer behält sein Ressort. Die Krumbacher Vorstände Wengenmayer und Köhler rücken in den Gesamtvorstand auf, wobei Otto Wengenmayer im Mai 2018 in den passiven Teil seiner Altersteilzeit wechseln und sich anschließend in den Ruhestand verabschieden wird.

Von Bellenberg nach Krumbach wird sich der Firmensitz der neuen Bank verlagern. Dies liegt an der Tatsache, dass die Filiale Krumbach neben Altenstadt, Babenhausen, Bellenberg und Erkheim dann das fünfte und gleichzeitig größte Kompetenzzentrum sein wird. "Wir bleiben jedoch weiterhin dezentral organisiert. Unsere Kompetenzzentren als Stützpunkte werden in keinster Weise geschwächt. Die internen Abteilungen bleiben in der Fläche verteilt. Auch damit ergeben sich für unsere Kunden keine und für unsere Mitarbeiter nur so wenig Veränderungen wir irgendwie möglich", erläuterte Vorstand Graf hierzu.

Da die Bankenvorstände mit den Mitgliedervertretern bereits im Rahmen regionaler Infoabende Vorgespräche geführt haben, blieben an der Vertreterversammlung kaum Fragen offen. Somit konnte die umfangreiche Tagesordnung zügig und ohne größere Verzögerungen abgearbeitet werden.

Leiten künftig die Raiffeisenbank Schwaben Mitte: Die Vorstände Uwe Köhler, Otto Wengenmayer, Helmut Graf (Vorsitzender) und Franz-Josef Mayer
Februar 2017: Positiver Stimmungstest für die Fusion

Im Rahmen der geplanten Fusion mit der Raiffeisenbank Krumbach/Schwaben eG führte die Raiffeisenbank Iller-Roth-Günz eG in den letzten Wochen Dialogabende durch. In den insgesamt sechs Veranstaltungen haben die Vorstände der Raiffeisenbank die gewählten Vertreter der Genossenschaftsmitglieder über die Hintergründe des Zusammenschlusses informiert. Dies galt als erster Stimmungstest.
Das Forum bot auch Anlass, alle offenen Fragen der Vertreter zur Fusion zu beantworten. Die Vertreter der Raiffeisenbank Iller-Roth-Günz eG werden in der ordentlichen Vertreterversammlung am 23. Mai 2017 in Kirchhaslach über die Verschmelzung abstimmen. Die Krumbacher Vertreter entscheiden fünf Tage vorher. Für ein positives Votum ist die Zustimmung von mindestens 75% der anwesenden Vertreter notwendig. "An den sechs Abenden waren insgesamt rund 80 % unserer 166 Vertreter anwesend. Das zeigt ein hohes Interesse an unseren Plänen und der Weiterentwicklung der Bank", berichtet der Vorstandsvorsitzende Helmut Graf.
Insgesamt war eine sehr positive Grundstimmung wahrnehmbar. "Unsere Vertreter haben erkannt, dass es Sinn macht, jetzt aus der Position der Stärke heraus einen starken Partner zu wählen, um den Herausforderungen in der Bankenwelt besser gewappnet zu sein", ergänzt Vorstand Franz-Josef Mayer. "Natürlich gab es teils auch kritische Fragen, die wir aber zur Zufriedenheit beantworten konnten", so Mayer weiter. Transparenz im gesamten Fusionsprozess ist der Bank sehr wichtig. Bis zum Abstimmungstermin soll keine Frage offen bleiben. Zufrieden zeigten sich viele Vertreter bereits, als die Bank verlauten ließ, dass sich für die Kunden praktisch nichts ändern soll. "Außer bei der Firmierung werden unsere Kunden die Fusion praktisch gar nicht merken", ist sich der Vorsitzende Graf sicher. Die Ansprechpartner bleiben erhalten, die Kontonummer - jetzt IBAN - bleibt gleich und auch EC- und Kreditkarten können unverändert weiter genutzt werden. Auch der Vorsitz von Vorstand und Aufsichtsrat bleibt in den Händen der größeren aufnehmenden Raiffeisenbank Iller-Roth-Günz eG. Die beiden Vorstände der Raiffeisenbank Krumbach/Schwaben eG Otto Wengenmayer und Uwe Köhler rücken in den Gesamtvorstand auf. Ebenso ist vorgesehen, die bisherigen Krumbacher Aufsichtsräte durch die Vertreter an der Vertreterversammlung in den Gesamtaufsichtsrat wählen zu lassen.

"Die Fusion hat für uns die größten Effekte in Bereichen, wo es die Kunden nicht merken", bestätigt Graf. Gespart werden soll künftig in den internen Bereichen, da viele Doppelarbeiten wegfallen werden. Auch beim Personal will sich die Raiffeisenbank verschlanken. Dazu werden jedoch natürliche Fluktuationen in den nächsten Jahren genutzt. Fusionsbedingte Kündigungen wird es nicht geben. "Zur Fusion und auch für die Zeit danach brauchen wir jeden Mitarbeiter an seinem Platz. Schließlich ist so eine Verschmelzung auch durchaus ein Kraftakt", so Mayer.
Die Fusionsverhandlungen und auch die aktuell bereits stattfindenden Projekttreffen verlaufen äußerst harmonisch und konstruktiv. Persönliche Empfindlichkeiten sind nicht spürbar. Vorstand Graf dazu: "Schon nach den ersten Treffen haben wir gewusst, dass zwischen den Banken bereits vieles zusammenpasst. Wir sprechen die gleiche Sprache und begegnen uns auf Augenhöhe. Bei uns geht es um die Sache und nicht um Politik."
Diskutiert wurde bei den Vertretergesprächen auch über den künftigen Banknamen. Entgegen dem ursprünglichen Arbeitstitel "VR-Bank", was als Vorschlag für eine Umfirmierung eingebracht wurde, hat sich die überwiegende Mehrheit der Vertreter für das traditionsbehaftetere "Raiffeisenbank" ausgesprochen. Bestandteil der Abstimmung zur Verschmelzung wird somit der neue Bankname "Raiffeisenbank Schwaben Mitte" sein. "Mit unserer neuen Größe, einer Bilanzsumme von gut 1,2 Mrd. Euro und unseren dann 21 Geschäftsstellen bilden wir in Sachen Finanzen das "starke Herz Schwabens". Unser Geschäftsgebiet liegt mitten in unserem schönen Regierungsbezirk. Was läge näher, als unsere regionale Verwurzelung auch im künftigen Banknamen zum Ausdruck zu bringen", erklärt Vorstand Graf.
Die Zeit bis zur Vertreterversammlung im Mai nutzen die Bankvorstände für weitere Gespräche, um für den Zusammenschluss zu werben. Vorstand Mayer hierzu: "Die Vertreter entscheiden zwar über diesen wegweisenden Schritt. Wir wollen jedoch alle Mitglieder und Kunden von der Wichtigkeit und Bedeutung unserer künftigen Ausrichtung überzeugen".

Januar 2017: Gut gerüstet in die Bankenehe

Wenige Tage nach dem Jahreswechsel legt die Raiffeisenbank Iller-Roth-Günz eG ihre vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr offen. Die Genossenschaftsbank zeigt sich gut aufgestellt für die geplante Bankenhochzeit mit der Raiffeisenbank Krumbach/Schwaben eG.

Obwohl sich die Rahmenbedingungen in der Bankenwelt nicht verbessert haben, ist es der Bank gelungen, ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erreichen und teilweise deutliche Zuwächse vorweisen. "Die Bankenregulierung der EU und die Niedrigzinsphase machen uns zunehmend zu schaffen", gesteht der Vorstandsvorsitzende Helmut Graf. Ein Ende der historisch niedrigen Zinsen ist nicht absehbar. Was für den Bauherren optimale Bedingungen sind, treibt dem Sparer die Sorgenfalten ins Gesicht. Trotzdem kann die Raiffeisenbank bei den Kundeneinlagen ein stattliches Plus von 7,1% auf nun rund 666 Mio. Euro verbuchen. "Sicherheit geht in diesen Zeiten vielen Kunden vor Rendite. Unsere Kunden wissen, dass ihr Erspartes bei uns sicher angelegt ist, wenngleich mit klassischen Bankanlagen kaum noch Renditen zu erwirtschaften sind", erläutert Vorstandsmitglied Franz-Josef Mayer. Wer höhere Erträge erwartet, kommt nach Aussagen der Vorstände an einer umfassenden Beratung nicht vorbei. Der Schlüssel für eine vernünftige Geldanlage in Zeiten der Niedrigzinsen liegt in der Vermögensstrukturierung - also der Streuung des Ersparten in verschiedene Anlageformen. Dabei muss immer die persönliche finanzielle Situation des Kunden sowie seine persönliche Risikoneigung berücksichtigt werden. Dass die Raiffeisenbank Iller-Roth-Günz eG hier zu den Qualitätsführern zählt, bestätigt die Auszeichnung von Focus Money mit dem Siegel "Höchste Beratungsqualität" im Herbst letzten Jahres.

Auch im Kreditgeschäft zeigte sich die Raiba erneut erfolgreich. Über 140 Mio. Euro neue Kredite wurden im letzten Jahr ausgereicht. Rechnet man die regelmäßigen Tilgungen dagegen, ergibt dies saldiert einen Zuwachs um 2,2% auf nun 583 Mio. Euro. Insbesondere die Nachfrage nach günstigem Baugeld durch private Eigenheim-Bauherren waren hier im letzten Jahr die Wachstumstreiber.

Betrachten die Vorstände die Hochrechnungen für die nächsten Jahre, werden sie jedoch nachdenklich. Um dem drohenden Ertragsrückgang durch die zunehmend schmelzende Zinsspanne entgegenzuwirken, müssen alle sich bietenden Einsparpotentiale genutzt werden. "Es ist von entscheidender Bedeutung, aus einer Position der Stärke heraus die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen", so Vorstand Graf. Die beiden Vorstände sind überzeugt, mit dem richtigen Partner erfolgreicher sein zu können, als dies im weiteren Alleingang der Fall wäre. Diesen Partner hätte man mit der Raiffeisenbank Krumbach/Schwaben eG gefunden. Die Raiffeisenbank Iller-Roth-Günz eG mit einer Bilanzsumme in Höhe von rund 820 Mio. Euro (+5,5% im letzten Jahr) ist knapp zweimal so groß wie der potentielle Fusionspartner. Bei beiden Instituten handelt es sich um "kerngesunde Banken". Die Fusionsverhandlungen zwischen den beiden Instituten verlaufen sehr harmonisch. "Alles verläuft nach Plan. Die Zusammenarbeit ist sehr konstruktiv. Wir haben immer das große Ganze im Blick - eine erfolgreiche gesunde Bank. Das starke "Herz Schwabens" eben, wie es auch in unserem Fusion-Slogan bereits heißt", bestätigt Graf. Im weiteren Fortgang zur geplanten Verschmelzung finden nun im Februar auf regionaler Ebene Dialog-Abende mit den gewählten Mitglieder-Vertretern statt, die im letzten Schritt über den Zusammenschluss entscheiden müssen. "Wir nutzen diese Möglichkeit, um transparent über alle Hintergründe, Vorteile und Auswirkungen zu informieren. Gleichzeitig wollen wir alle Fragen unserer Vertreterinnen und Vertretern persönlich beantworten", ergänzt Mayer.

Gestiegen ist im letzten Jahr die Nachfrage nach Tresor-Schließfächern. Diese Anfragen kann die Raiffeisenbank unter anderem durch die neu geschaffenen Möglichkeiten in den Geschäftsräumen der ehemaligen HypoVereinsbank in Babenhausen bedienen. Neben notwendig geworden zusätzlichen Beratungsmöglichkeiten bietet die Raiba ihren Kunden hier seit Sommer letzten Jahres zusätzliche, moderne und rund um die Uhr zugängliche SB-Geräte.

Gewachsen ist die Regionalbank auch in der Anzahl ihrer Mitglieder. Mit 355 Neuzugängen im Jahr 2016 zählte die Raiffeisenbank Iller-Roth-Günz eG zum Ende des Jahres 16.342 Mitglieder. "Unsere Rechtsform ist zeitlos modern, basisdemokratisch und attraktiv für unsere Mitglieder", erklärt Vorstand Graf.

Auf Erfolgskurs befindet sich weiterhin auch die Tochtergesellschaft der Raiba, die Raiffeisen Waren GmbH Iller-Roth-Günz. Trotz hoher Preisschwankungen im landwirtschaftlichen Bereich konnte der Umsatz in etwa auf dem letztjährigen Rekordniveau gehalten werden und betrug zum Jahresultimo rund 42 Mio. Euro. Einen wegweisenden Schritt machte die Waren GmbH durch die Übernahme der Raiffeisenmärkte der VR-Bank Kaufbeuren Ostallgäu eG. Der Vertrag zur Übernahme der Standorte in Hopferau-Eisenberg, Nesselwang, Oy-Mittelberg und Wertach wurde noch in den letzten Wochen des alten Jahres unterzeichnet.

Ins neue Jahr blicken die Vorstände Graf und Mayer trotz allen Widrigkeiten zuversichtlich. "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und sind gerüstet", bestätigen beide. Sie sind zuversichtlich, die Vertreter von den Vorteilen der Fusion überzeugen und damit den Weg in eine weiterhin erfolgreiche Zukunft der heimischen Genossenschaftsbank ebnen zu können.

Juni 2016: Aufnahme von Fusionsverhandlungen

Das starke Herz Schwabens - Raiffeisenbank Iller-Roth-Günz eG und Raiffeisenbank Krumbach/Schwaben eG wollen fusionieren

Die kerngesunden und in den vergangenen Jahren sehr erfolgreichen Raiffeisenbanken Iller-Roth-Günz und Krumbach wollen künftig ihre Kräfte bündeln. Die Aufsichtsräte beider Banken haben die Vorstände Helmut Graf und Franz-Josef Mayer (Iller-Roth-Günz) sowie Otto Wengenmayer und Uwe Köhler (Krumbach) damit beauftragt, einen Fusionsvertrag zu erarbeiten, über den die Vertreterversammlungen beider Genossenschaftsbanken voraussichtlich im Juni 2017 abstimmen werden. Sollten mehr als 75 Prozent der Vertreter beider Banken zustimmen, entstünde dann rückwirkend zum 1. Januar 2017 eine neue Bank, deren Geschäftsgebiet sich im Herzen Schwabens befindet.

„Bis dahin ist es ein langer Weg", sagte Helmut Graf, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank Iller-Roth-Günz, bei einem Pressegespräch am Donnerstag (23. Juni 2016). „Wir wollen unsere Mitarbeiter, Mitglieder und Kunden auf diesem Weg mitnehmen und im Laufe der Zeit alle Fragen, die derzeit noch im Raum stehen, beantworten. Ich bin davon überzeugt, dass sich alle von der Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit dieses Schrittes überzeugen lassen, weil das Projekt an sich überzeugend ist."

Mit dem Zusammenschluss in der Mitte Schwabens entstünde eine in der Region verwurzelte Bank mit einer Bilanzsumme von rund 1,2 Mrd. Euro, rund 250 Mitarbeitern, einem bayernweit erstklassigen Rating und einer Ertragsstärke, die „den Stürmen der Zeit noch lange standhalten wird", wie es Otto Wengenmayer, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank Krumbach, formulierte.

Die anhaltende Niedrigzinsphase wird laut Graf und Wengenmayer künftig in beiden Banken – wie übrigens in allen Kreditinstituten im Euro-Raum – zu niedrigeren Ergebnissen führen. „Auf der anderen Seite kommen durch immer neue Regelungen und zunehmende Bürokratie auch auf kleine Banken wie uns Kosten zu, die wir nicht einfach so wegstecken können", sagte Franz-Josef Mayer. „Durch den Zusammenschluss sparen wir nicht an den Mitarbeitern und nicht beim Service für unsere Kunden. Wir sparen dort, wo es der Kunde nicht sieht: Bei der IT, in den zentralen Bereichen oder bei den Prüfungs- und Bilanzierungskosten." Und in Richtung Bürgermeister und Gemeinderäte beruhigte er: „Wir bezahlen unsere Steuern nach wie vor an die gleichen Gemeinden und zu gleichen Teilen. Aber wenn wir fusionieren, sind sie wahrscheinlich höher, als wenn wir es nicht tun."

Für die Kunden und auch für die Region sehen beide Banken große Chancen durch den Zusammenschluss. „Unsere Unternehmen werden größer und brauchen eine Bank, die dieses Wachstum begleiten kann", so Helmut Graf, der bislang bei der Raiffeisenbank Iller-Roth-Günz für die Marktbearbeitung zuständig ist. „Die Kunden wollen eine immer spezialisiertere Beratung, gleichzeitig aber nach wie vor schnelle Entscheidungen und kurze Wege. All das können wir in einer größeren Einheit, die trotzdem noch klein im Vergleich zu anderen ist, besser erreichen."

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beider Banken wurden letzte Woche über die Pläne informiert, ein Schreiben erreichte die Vertreter zu Beginn dieser Woche. „Die Rückmeldungen sind durchweg positiv", sagt Uwe Köhler und spricht für beide Banken. „Vielen war klar, dass etwas passieren muss. In einer solchen Situation zählt dann weniger die Frage ,ja oder nein’ als ,wer und wie’."

Das „Wer" ist nun geklärt, um das „Wie" wird es nun die kommenden Monate gehen. Viele Fragen müssen im Laufe eines Fusionsprozesses beantwortet werden – von der Bankleitzahl über Personalfragen bis hin zur künftigen Ausrichtung und zu einem gemeinsamen, neuen Namen der Bank. „Das ist ein spannender Prozess für alle, die daran Freude haben, ihre eigene Zukunft mit zu gestalten", sagt Helmut Graf. Und Otto Wengenmayer ist überzeugt: „Wir werden das gut miteinander hinbekommen."