Raiba bilanziert Corona-Jahr

Dienstag, 09.02.2021

Finanzen Die Raiffeisenbank Schwaben Mitte legt ihren Abschluss für 2020 vor. Und der sieht besser aus, als mancher vielleicht gedacht hätte

Von Peter Bauer


Krumbach „Ausnahmesituation“: Das Wort fiel oft in der Bilanzpressekonferenz der Raiffeisenbank Schwaben Mitte – vor bald einem Jahr. Damals, im Frühjahr 2020, hatte die erste Corona-Welle das Land erfasst, die Bank hatte sich darauf eingestellt. Auch in der Hoffnung, dass Corona eine vorübergehende Erscheinung sein würde. Nun, im Februar 2021, ist Corona zu einer bedrückenden Dauerkonstanten des Alltags geworden, die auch den Betrieb in der Raiba Schwaben Mitte nachhaltig prägt. Tilgungsaussetzungen, Hilfskredite: Das bleiben die großen Themen. Umso mehr freut sich der Vorstand der Bank, dass er für das Jahr 2020 eine grundsolide Bilanz vorlegen konnte.


Die Details stellten der Vorstandsvorsitzende Helmut Graf und seine Vorstandskollegen Uwe Köhler und Franz-Josef Mayer jetzt im Rahmen eines Pressegesprächs vor. Die Bilanzsumme ist zum 31. Dezember 2020 um rund 13 Prozent auf 1,62 Milliarden Euro gestiegen. Die Kreditvergaben betrugen zum Jahresende 2020 etwa 1,4 Milliarden Euro (plus 10,1 Prozent). Insgesamt wird ein Kundenanlagevermögen von circa 2,1 Milliarden Euro verwaltet (plus 7,4 Prozent). Klar zeichnet sich auch bei der Raiba Schwaben Mitte ab: Die Menschen sparen in der Krise. Sachwerte wie Edelmetall, Immobilien, Wertpapiere oder auch Fondssparpläne sind gefragt. Und die Krise, die persönliche Kontakte erschwert, verstärkt den Trend zur Digitalisierung und zum Online-Banking.


Die Geschäftsstellen sind nach wie vor personell besetzt. Geld abheben oder Kontoauszüge abholen, das ist nach wie vor möglich. Doch vieles hat sich in diesen Corona-Zeiten verändert. In Krumbach beispielsweise ist die Kundenhalle nur über einen schmalen Zugang erreichbar. Viele Kontakte nach draußen finden telefonisch statt, doch auch die persönliche Beratung spiele noch eine wichtige Rolle. Die Vorstandsmitglieder berichten über die Möglichkeiten des Online-Bankings, aber sie raten ihren Kunden in diesem Zusammenhang auch zur Vorsicht. Die Internetkriminalität habe leider zugenommen und so sei es sehr wichtig, sich in Zweifelsfällen gegebenenfalls bei der Bank telefonisch zu vergewissern.


Graf, Mayer und Köhler sprechen von der Unsicherheit vieler Firmenkunden, in der Spitze habe es bis zu 350 Tilgungsaussetzungen gegeben. Hilfskredite für bestehende Darlehen, ferner auch Förderdarlehen sind anhaltend ein Thema. Immer wieder betonen die Vorstandsmitglieder, dass sie der heimischen Wirtschaft in dieser schwierigen Lage helfen möchten. Die Vorstandsmitglieder berichten aber auch von wiederholten Klagen aus der Wirtschaft, dass es sehr kompliziert und bürokratisch sei, staatliche Hilfen zu nutzen.


Rund 220 Mitarbeiter sind derzeit bei der Raiba beschäftigt. Altersteilzeit oder auch Mutterschutz hätten zu einer Reduzierung der Zahl geführt, erklären die Vorstandsmitglieder. Gegenwärtig sei die Lage jedoch so, dass die Bank Mitarbeiter suche, beispielsweise im Bereich Kundenservice. Eine wichtige Rolle spiele dabei das Kundenservicecenter Babenhausen.


Graf, Köhler und Mayer sprechen wiederholt von den Vereinen, die durch die Corona-Krise in eine schwierige Lage geraten seien. Die Raiba habe im Jahr 2020 einen Betrag von 127.000 Euro (im Vorjahr 122.000 Euro) an Spenden für Vereine und wohltätige Organisationen zur Verfügung gestellt.


Mit Blick auf die Gesamtstruktur der Genossenschaftsbanken in Bayern sei die Raiba Schwaben Mitte überdurchschnittlich gut positioniert. Trotz der Krise sei das Wachstum höher als die Kostensteigerungen gewesen, hieß es.

Der Sitz der Raiffeisenbank Schwaben Mitte befindet sich in Krumbach (Bild). Die Bank betreut ein großes Gebiet, das von Ziemetshausen bis zur Iller reicht und auch Teile des Unterallgäus umfasst. Foto: Peter Bauer

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