Die Suche nach der passenden Geldanlage in Inflationszeiten

Fondsmanager Norbert Faller gibt in Krumbach Einblicke in die aktuellen Entwicklungen der Wirtschaft und was dies für Anleger bedeutet.

Montag, 31.10.2022

An die 530 Besucher waren in die Turnhalle des Krumbacher Gymnasiums gekommen, um sich von Fondsmanager Norbert Faller Rat zu holen.

Von Gertrud Adlassnig

Krumbach Wie umgehen mit der immer bedrückender werdenden Inflation? Der Beratungsbedarf ist enorm, das spiegelte sich in den Besucherzahlen einer Großveranstaltung der Raiffeisenbank Schwaben Mitte wider. An die 530 Besucher waren in die Turnhalle des Gymnasiums gekommen, um sich von Fondsmanager Norbert Faller Rat zu holen. Der Frankfurter Banker referierte unter dem Titel: „Hohe Inflation und meine Geldanlage – Was tun?“

Der Portfoliomanager Aktien bei der Union Investment, die ein Anlagevermögen von rund 430 Milliarden verwaltet, erklärte, dass er sich als Fondsmanager in erster Linie die Unternehmen anschaue, und welche Möglichkeiten sie in seinem Fonds bieten könnten. Echte Probleme bei der Geldanlage könnten aber eine Rezession und die Inflation machen. Die derzeitigen Verwerfungen ließen sich auch daran ablesen, dass sich im laufenden Jahr lediglich Energierohstoffe als rentabel erwiesen haben, was für Großanleger wie Versicherer zum echten Problem werden könnte. Insgesamt, so Faller, müsse man sich auf eine Phase einstellen, in der die Zinsen höher werden, auch die Inflationsraten steigen und der gesamte Kapitalmarkt größeren Schwankungen unterworfen sein wird. Zudem ist davon auszugehen, dass es in der Industrie einem Trend an Rückführungen geben wird. Faller geht aber davon aus, dass sich in die EU rückverlagerte Produktionsbetriebe kaum in Deutschland ansiedeln werden.

Während in Deutschland die Inflation weitestgehend mit Bangen betrachtet wird, stellt die Geldentwertung für einige Länder der EU eine Glückslage dar: „Die Länder im Norden, Niederlande, Dänemark, Deutschland, die sparsam gewirtschaftet und ihre Schulden im Rahmen gehalten haben, sind die Verlierer.“ Die großen Schuldner sind jetzt die lachenden Dritten. „Die Inflation ist die große Umverteilung von Nord nach Süd.“ Mit der Inflation steigen mit einer Zeitverzögerung auch die Löhne. Faller rechnet damit, dass in Deutschland die Auswirkungen der Inflation auf die Löhne im kommenden Jahr spürbar werden und wohl bis 2025 anhalten werden. Allerdings werden, ist er überzeugt, die Zinsen nicht im gleichen Maße ansteigen, sodass Rentenfonds, die in den vergangenen Jahren viel verloren haben, kaum in die Gewinnzone kommen werden.

Für Investoren ergibt sich nach Faller die Situation, dass im internationalen Bereich China zum großen Risiko werden könnte. Die Wirtschaftslage hat sich in dem Riesenland in den vergangenen Jahren dramatisch verschlechtert. Nach Jahren mit Wachstumsraten von bis zu 30 Prozent herrscht nun beinahe Stillstand, die Baubranche droht zu kollabieren und könnte Banken mit in den Abgrund reißen, die Arbeitslosenquote bei den leistungsfähigen Altersklassen liegt bei 21 Prozent. Wo Verlierer sind, gibt es auch Gewinner, und die sind neben den USA Indien, das immer mehr Produktionsstandorte der Chinesen übernimmt. Wer selbst Entscheidungen treffen will, wie er sein Geld anlegt, solle die Nachrichten in allen Medien mit kritischem Bedacht verfolgen.

Faller ging auf das Beispiel Buchungen von Flügen ein. Die teuren Plätze, so hat Faller erfahren, seien auf allen Flügen die als Erstes ausgebuchten. Aber auch die Billigprodukte boomen. Schwer habe es dagegen das Mittelmaß, hier werde gespart. Man greife da dann schon einmal zum billigeren Produkt, wenn das gewohnte nicht ein ausgeprägtes Profil hat. Hier können vor allem Firmen überleben und auch gute Gewinne erzielen, die sich auf einen treuen Kundenstamm verlassen können, als Beispiele nannte Faller Beiersdorf mit der Marke Nivea oder Cola. Für Anlageentscheidungen bedeutet dies, beste Chancen haben Anteile aus dem Luxussegment, der Reisebranche und dem unteren Preissegment. „Die Ramscher verdienen sich dumm und dämlich.“ Dazu kommen Marken mit Tradition.

Der Fondsmanager warb indirekt für die Investition in Aktienfonds, die das Verlustrisiko durch ihre Diversifikation bei gutem Portfoliomanagement nicht nur gering halten, sondern auch Gewinne erwarten lassen. Die Investition in Aktien sei immer eine langfristige Geldanlage. Wer einen langen Atem habe und regelmäßig kleinere Beträge investiert, könne sich ein kleines Vermögen aufbauen. Es sei mit einer Rezession zu rechnen, ihr Zeitpunkt ist aber nicht bekannt, etwa zwölf Monate zuvor beginnen bestimmte Aktien zu fallen, sie werden also billiger im Kauf. Um seine Investition zur möglich besten Zeit zu tätigen, riet der Fondsmanager, nicht eine größere Summe auf einmal zu investieren, sondern in monatlichen Chargen und dabei natürlich auf einen erfolgreichen Fonds zu setzen.

Foto: Gertrud Adlassnig

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