Raiba Schwaben Mitte stellt personelle Weichen

Uwe Köhler scheidet zum Jahresende aus dem Vorstand aus. Wer sein Nachfolger wird und wie sich die Bank in jüngster Zeit entwickelt hat. Von Peter Bauer

Krumbach/Erkheim

Eine solide Bilanz kann die Raiffeisenbank Schwaben Mitte für 2021 vorlegen. Doch was wird 2022 mit all seinen Krisen weiter bringen? In dieser schwierigen Zeit gibt es bei der Bank eine wichtige personelle Veränderung. Der 61-jährige Uwe Köhler scheidet zum Jahresende aus dem Vorstand aus, sein Nachfolger steht fest.


Es ist der 45-jährige Matthias Kohl. Er ist ein „Eigengewächs“ der Raibas, für die er 1993 seine Tätigkeit begann. In seiner Kindheit war seine Familie fünf Jahre in Algerien, dort war sein Vater für die Firma Liebherr tätig. Kohl, in Memmingen geboren, wohnt in Altenstadt-Illereichen, er ist verheiratet und hat zwei Kinder (elf und sieben Jahre alt). Kohl ist Bereichsleiter „Marktfolge aktiv“. Nun hat er für seine neue Aufgabe das Vertrauen des Aufsichtsrats erhalten. Er wird im Oktober in den Vorstand berufen. Damit gibt es für Kohl und Köhler eine Zeit des Übergangs, bis Köhler Ende 2022 aus dem Vorstand ausscheiden wird.


Bei der Vertreterversammlung, die nach drei Jahren erstmals wieder als Präsenzveranstaltung in Erkheim stattfand, nannte Kohl neben seinen Hobbys Fotografie und Tennis auch den Bereich Heimwerken/Handwerken. Das deutet an, wo Kohl die Raiba Schwaben Mitte sieht: fest in der Region verankert.


Ein Gefühl fast „wie in alten Zeiten“: So mancher spürte es an diesem Abend in der Schulverbandshalle der Mittelschule. Insgesamt 93 Vertreterinnen und Vertreter, dazu etliche Ehrengäste, waren gekommen. Am Anfang das traditionelle gemeinsame Essen, dann sprach Erkheims Bürgermeister Christian Seeberger ein Grußwort.


Helmut Graf, 57, ist Vorstandsvorsitzender der Raiba, die 2017 im Rahmen der Fusion der Raibas Krumbach und Iller-Roth-Günz entstand. Mit einer Bilanzsumme von rund 1,75 Milliarden Euro für 2021 (2020 waren es 1,62 Milliarden Euro) gehört die Bank zu den Größeren unter den Genossenschaftsbanken.


Aber auch zwischen großen Banken kommt es immer mehr zu Fusionen. Die Fusion mit der Raiffeisenbank Mindelheim schien 2021 vor dem Abschluss zu stehen. Doch sie scheiterte quasi in letzter Minute. Bei den Gesprächen in Erkheim wurde spürbar, dass ein neuer Anlauf derzeit kein Thema ist. Aber es ist offenbar nicht ausgeschlossen, dass es irgendwann wieder Kontakte geben könnte.


Graf trug zusammen mit seinem Vorstandskollegen Uwe Köhler das Ergebnis der Bank für 2021 vor. Die Bilanzsumme ist weiter gestiegen, ebenso der Bilanzgewinn von 1,215 Millionen Euro (2020) auf 1,276 Millionen Euro im Jahr 2021. Das macht eine dreiprozentige Dividende auf Geschäftsguthaben möglich. Das Warengeschäft (unter anderem regionale Lebensmittel) laufe ausgezeichnet. Zuletzt mussten aber die Filialen in Lauben und Westerheim geschlossen werden. Aktuell gehören zwölf Filialen zur Raiba (210 Mitarbeitende). Die Bank wirtschafte „solide und konservativ“, das zahle sich aus, sagte Graf. Und er versicherte, dass es für die Raiba Schwaben Mitte auch weiterhin keine Spekulation an internationalen Kapitalmärkten geben werde. Graf kritisierte die zunehmende Bürokratie, die die Banken belaste.


Ein grundsolides Ergebnis 2021: Dies bestätigten Aufsichtsratsvorsitzender Gilbert Edelmann (vielen bekannt als Wiesenbacher Bürgermeister) und Oberrevisor Peter Hitzelberger. So gingen die Formalien wie die Feststellung des Jahresabschlusses 2021 sowie die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat rasch und einstimmig über die Bühne. Abgelehnt wurde eine Satzungsänderung, künftig für „je angefangene 200 Mitglieder“ (bisher 100) einen Vertreter/eine Vertreterin zu wählen. „Das ist gelebte Demokratie“, hieß es aus den Reihen des Vorstands. Die Vertreterversammlung (Wahlen alle vier Jahre, bei der Raiba Schwaben Mitte sind es derzeit 259 Vertreter und Vertreterinnen) gilt bei den Genossenschaftsbanken als eine Art Parlament, das von den Genossen (derzeit 25.397 bei der Raiba) gewählt wird. Veränderungen gab es im zwölfköpfigen Aufsichtsrat. Neu hineingewählt wurden Julia Dümmler, 45, Rechtsanwältin aus Krumbach und Michael Obst, 52, Bürgermeister in Kellmünz. Wiedergewählt wurden Robert Hartmann, 59, Kaufmännischer Leiter, Kettershausen und Johannes Bühler, 64, Rentner, Vöhringen. Er wurde für 15 Jahre Mitgliedschaft im Aufsichtsrat geehrt. Aus dem Aufsichtsrat schieden altersbedingt aus: Peter Zanker, 65, Landwirt aus Altenstadt-Untereichen und Helmut Scholz, 67, Rentner aus Niederaunau.


Wie wird es weitergehen? Helmut Graf blickte bei der Versammlung auf die Zuspitzung der politischen Lage: Italien sei in der Schuldenfalle, Frankreich stehe vor der Unregierbarkeit, in Deutschland spitze sich die Energieklemme zu. Der Ukrainekrieg ist für die Arbeit der Banken ein beklemmender Hintergrund. Die Spitzen der Bank sehen aber in ihrem Erfolgsrezept, das auf Verankerung in der Region und solides Wirtschaften setze, eine gute Basis für das Kommende..

Foto: Peter Bauer

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