AWM: Und was macht die Raiffeisenbank Schwaben Mitte eG zu etwas Besonderem?
Helmut Graf: Wir lieben und leben Vertrieb. Vom Vorstand bis zum Servicemitarbeiter – jeder gibt sein Bestes für unsere Kunden. Und unsere Kunden können uns voll und ganz vertrauen. Ich selbst betreue ein großes Kundenklientel, daher weiß ich, wovon ich spreche. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bestens ausgebildet, stets persönlich ansprechbar und nahe an den Menschen vor Ort. Dadurch können wir schnell und flexibel reagieren. Die Entscheidungswege in unserer Bank sind schnell und kurz. Wir kennen den Markt und die Menschen sehr genau. Wir sind vertraute Partner vor Ort, die Ihnen die Finanzprodukte anbieten, die zu Ihnen und Ihren Wünschen passen. In jedem Kompetenzzentrum sitzen erfahrene Gewerbe- und Firmenkundenspezialisten, die immer ein
offenes Ohr für jegliche Anliegen im Finanzsektor haben.
AWM: Sie erwähnten den regionalen Gedanken – können Sie das ein wenig genauer
erläutern?
Helmut Graf: Wir sind in der Region verwurzelt – wir kennen die Heimat, und die Heimat kennt uns. Zunächst ist unser Geschäftshandeln regional ausgerichtet, denn was wir hereinwirtschaften, geben wir auch in der Region wieder zurück. Zudem sind wir uns unserer sozialen Verantwortung sehr bewusst. So spenden wir jedes Jahr über 121.000 € an gemeinnützige Träger, wie Vereine, Schulen und andere Institutionen und unterstützen und stärken somit die Region. Auch auf diese Weise leben wir den Gedanken der Genossenschaftlichkeit, der ja der Raiffeisenbank zugrunde liegt und das gemeinschaftliche Wirken zur Förderung eines jeden Einzelnen beinhaltet.
AWM: Wie sichern Sie die Qualität der Kundenberatung?
Helmut Graf: Wir legen großen Wert auf Kontinuität und sind in der glücklichen Lage, langjährige und sehr fach- und sachkundige Mitarbeiter in unserem Team zu haben. Dadurch entstehen vertrauensvolle Kundenbindungen, da sich der Kunde nicht ständig an neue Ansprechpartner gewöhnen muss. Diese Situation ist vergleichbar zur Arztbetreuung. Dort geht es ja auch neben der rein fachlichen Kompetenz ganz wesentlich
um das Vertrauen, dass ein Experte einem zur Seite steht – auch bei Dingen, die
sehr persönlich sind. Je länger beide Seiten miteinander bekannt sind, desto größer das
Vertrauen. Nicht anders ist es bei uns.
AWM: Gerade die aktuelle, Corona bedingte Krisenzeit stellt die Geschäftswelt vor
außerordentliche finanzielle Herausforderungen und Belastungen. Wo sehen Sie da
die Stärken Ihrer Bank?
Helmut Graf: Unser Vorteil ist, dass wir mit langjährigem Wissen und ebenso langjährigen
Kooperationen mit verschiedenen Förderbanken aufwarten können. So pflegen wir seit Jahrzehnten gute Kontakte zur KfW, der Kreditanstalt für Wiederaufbau,
und zur LfA, der Landesanstalt für Aufbaufinanzierung.
Wir kennen und beherrschen die komplexen Zuschüsse zum Beispiel der Regierung von Schwaben aus dem Effeff. Dadurch können wir auch in der aktuellen Lage effizient und flexibel reagieren und unseren Gewerbekunden sehr gute Förderbedingungen
ermöglichen. Zudem sind wir durch unsere Bankgröße in der Lage, auch große Volumen an Krediten auszureichen. Seit mehreren Jahren verzeichnen wir ein sehr hohes Kreditwachstum und wachsen sogar überproportional. Im Oktober 2017 belief sich unser Kreditvolumen auf 870 Millionen Euro, im Juli dieses Jahres belief es sich auf knapp 1.100 Millionen Euro. Das ist ein Plus von 24,14 % innerhalb von drei Jahren.
AWM: Die Komplexität von Finanzvorgängen ist ja so eine Sache – da stehen viele
Außenstehende sicher oft vor großen Verständnisproblemen.
Helmut Graf: Auch hier gilt ein Leitbild von uns: „Maximal einfach – einfach besser!“
Dahinter steckt schlicht und einfach unser Anspruch, aus Sicht des Kunden zu denken und mit ihm alles durchzugehen. Dafür nehmen wir uns die Zeit, unsere Konzepte und unser Vorgehen verständlich und nachvollziehbar zu machen. Unsere Kunden können sich absolut darauf verlassen, dass wir für jede Herausforderung einfache und individuell flexible Lösungen schaffen.
AWM: Wofür stehen Sie persönlich als Vorstandsvorsitzender?
Helmut Graf: Dank unserer genossenschaftlichen Werte und des starken Volksbanken-
Raiffeisenbanken-Finanzverbundes haben wir verstärkt die im Jahr 2007 beginnende
Finanzmarktkrise gemeistert. Unsere Ziele gehen über diejenigen rein wirtschaftsorientierter
Betriebe hinaus. Natürlich wollen auch wir Ertrag generieren, dazu sind wir auch unseren Mitgliedern verpflichtet. Allerdings mit Fairness und nicht zu jedem Preis. Zu den traditionellen genossenschaftlichen Werten zählen für mich und unsere Bank Partnerschaftlichkeit, Transparenz, Solidarität, Vertrauen und Verantwortung. An diesen Werten richten wir unser Handeln und die genossenschaftliche Beratung mit Herz und Verstand aus.
AWM: Gibt es besondere Ziele, die die Raiffeisenbank Schwaben Mitte eG in den
kommenden Jahren erreichen möchte?
Helmut Graf: Ja, die gibt es. Mit unseren Kunden und Mitarbeitern zum Erfolg, das
ist mein Ziel. Ich möchte weiterhin eine gesunde und solide Bank, auf die wir alle stolz
sein können. Wir haben derzeit eine für viele Branchen, aber auch für Familien schwierige
Zeit hinter und teilweise noch vor uns. Mein Ziel ist es, wie in einem Eheversprechen
„in guten und in schlechten Zeiten“ zu unseren langjährigen und treuen Kunden zu
stehen. Krisen sind da um sie zu meistern und gemeinsam werden wir das schaffen.
Anne Löhnert